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Werkzeug

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Viel Werkzeug ist nicht notwendig. Man muß nur unterscheiden, ob man das Werkzeug für den Anlagenbau oder für Fahrzeugumbauten braucht. Zuerst gehe ich auf das Werkzeug ein, das zum Umbauen benötigt wird.

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Für Fahrzeugumbauten benötigt man nicht viel Werkzeug. Aber es sollte sich um Qualitätswerkzeug handeln. Kaufen Sie lieber weniger Werkzeug, aber dafür besseres.
Als erstes ist ein Satz Feinmechaniker-Schraubendreher notwendig. Die billigen, silbernen zu DM 5,-- der Satz meine ich dabei nicht. Ich habe gute Erfahrungen mit Wiha-Schraubendrehern gemacht. Zum Stückpreis von DM 7,-- - 9,-- bekommt man feine, aber sehr stabile Schraubendreher. Als Schlitzschraubendreher habe ich die Größen 1,0 * 40, 1,5 * 40, 2,0 * 40 und 3,0 * 50 im Einsatz. Zwei verschiedene Kreuzschlitz-Schraubendreher der Größen 00 und 0 haben sich bewährt. Zudem sollte man sich noch einen Sechskantdreher für Dampfloksteuerungen anschaffen. Für Steuerungen von Roco verwende ich Größe SW 2,5.
Eine Flachzange mit glatten Backen und eine Rundzange müssen von guter Qualität sein. Außerdem sind verschiedene Pinzetten hilfreich. Ferner kann für Dekodereinbauten ein kleiner Elektronikseitenschneider und eine automatische Abisolierzange sinnvoll sein. Zum Löten von Elektronikteilen reicht ein 15 W-Lötkolben aus. Eine temperaturgeregelte Lötstation ist nicht notwendig. Wenn Sie Messingbleche im Fahrzeugbau mittels löten miteinander verbinden wollen, ist ein Gaslötkolben sinnvoller.
Zum Bohren kleiner Löcher ist ein Stiftenkloben die einzige Möglichkeit. Bohrungen bis 1,5 mm werden in Kunststoff nur dann an der gewünschten Stelle sein, wenn man sie von Hand bohrt. Zudem halten die kleinen Bohrer länger.
Die elektrische Bohrmaschine sollte nicht nur ein 100W-Modell sein; das Netzteil muß bei ca. 18 V auch zuverlässig 5 A liefern. Darum taugen die meisten Geschenksets nicht. Die Motorwelle muß doppelt kugelgelagert sein. Dann ist das Gerät auch für Fräsarbeiten einsetzbar. Dazu gehören Bohrer von 1 bis 6,5 mm in 0,5 mm-Schriten und zusätzlich 0,4mm, 0,5mm, 0,8mm, 1,2mm und 1,8mm-Bohrer und Trennscheibe. Polierset und Fräser sind bei Bedarf sinnvoll.
Zwei Messer mit Abbrechklingen in den beiden Standartgrößen sollten auch vorhanden sein. Dazu gibt es Schneidematten aus gummiartigem Kunststoff. Auf diesen Matten läßt sich das Material besser schneiden, da der Kunststoff "selbstheilend" ist und so keine alten Schnittlinien das Schneideergebnis beeinträchtigen können.
Sehr wichtig sind Feilen. Ein Set mit sechs Feilen mit 160 mm Länge reicht zu Anfang, auch wenn ich mein Set mit zwölf Präzisionsnadelfeilen nicht mehr missen möchte. Die Qualität aus dem Baumarkt zu DM 10,-- für sechs Stück sollte erst gar nicht ins Haus kommen.
Ein Radabzieher und eine Radsatzlehre halte ich für sehr wichtig. Ich habe mir angewöhnt, bei allen neuen Fahrzeugen das Radsatzinnenmaß zu überprüfen und habe seitdem keine Probleme mit Entgleisungen.