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Kübelwagen Okmm 58 von Roco

Okmm 58-1

Der Okmm 58 ist ein sehr altes Modell. Entwickelt wurde es von Willy Ade bzw. Röwa bereits 1967 und zunächst durch Trix vertrieben, später durch Röwa selber. Nach dem Ende von Röwa übernahm Roco die Formen und überarbeitete sie etwas. Ein Vergleich mit den entsprechenden Seiten (S.95ff) des vierten Band des Güterwagenbuches von Stefan Carstens zeigt eine gute Maßhaltigkeit der Waggons. Soweit ich das beurteilen kann, sind die wesentlichen Merkmale wie Achslager, Doppelschaken und Anzahl der Federblätter korrekt dargestellt. Die Fahrwerksbreite ist ebenfalls in Ordnung.
Die Bremsanlage ist besser als beim Okmm 38 von Märklin/Trix, aber verkehrt herum angebracht. Ich habe es geändert, nachdem die meisten der Fotos gemacht waren. Mich störten am meisten die fehlenden Kurzkupplungen. Ganzzüge sind bei mir kurzgekuppelt und erhalten nur an den Enden Kadee-Kupplungen. Da ich keine Lust hatte, die Kurzkupplungs-Nachrüstsätze in den diversen Geschäften zu suchen, habe ich direkt die Kurzkupplungskulisse Nr. 111 von Symoba eingebaut. Wenn der Handel die Artikel nicht führt oder nicht bestellt, kann man bei Symoba direkt bestellen; Frau Schiering führt Produktion und Verkauf weiter (Fax. 0209-52919).
Für die Kulissen muß zuerst im Untergestell Platz geschaffen werden. Von links oben nach rechts unten sieht man ein unbearbeitetes Roco-Wagenende und ein ausgefrästes Ende. Darunter wieder ein unbearbeitetes Ende und ein Wagenende mit eingeklebter Kurzkupplungskulisse.

Okmm 58-2

Diese Fräsarbeiten habe ich mit einem einfachen Bohrständer und Kreuztisch von Proxxon durchgeführt. Wenn man die Grenzen dieser Werkzeuge kennt und mit Geduld vorgeht, sind ordentliche Ergebnisse zu erreichen.

Okmm 58-3

Zu Beginn der Umbauarbeiten habe ich die Bügelkupplung aus ihrer Halterung gezogen und den Schlitz mit einem Stück Polystyrol verschlossen. Hier sieht man das Untergestell vor der Montage der Kurzkupplungskulissen. Der Trick beim Einbau ist, daß die gekröpften Kupplungsschächte verkehrt herum, sozusagen auf dem Kopf stehend eingebaut werden.

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Eine gebrauchte Kurzkupplungskulisse steckt mit montiertem NEM-Schacht auf der bei Symoba erhältlichen Justiereinheit (Nr. 102).

Okmm 58-5

Jetzt können die Bremsbacken montiert werden. Dazu werden die Zurüstteile getrennt und bei den beiden äußeren Bremsbacken mindestens die Bremsdreiecke abgeschnitten, je nach Höhenlage des Kupplungsschachtes werden die Bremsbacken aber auch einzeln angeklebt und mit einem gekröpften Draht verbunden.

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Die angedeuteten Seilhaken an den Ecken des Untergestells werden vorsichtig abgeschabt und Seilösen aus den Güterwagenzurüstteilen 9254 oder 9271 von Weinert montiert. Dazu habe ich an den Ecken ein 0,5mm-Loch von der Seite in den Rahmen gebohrt, die Seilösen eingesteckt und nach unten gebogen. Der Zettelhalter wurde ebenfalls gegen ein geätztes Exemplar aus den Weinert-Sätzen getauscht.

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Fehlende Ladeguteinsätze sind kein Problem, denn man kann sie in kurzer Zeit selber bauen.
Die Ausgangsbasis für die Ladeguteinsätze ist klares Polystyrol aus dem Baumarkt in einer Stärke von 2mm. Für einen Kübel wird ein Stück von 29,1 * 28 mm und ein Stück in der Größe 29,1 * 21,4 mm benötigt. Sie werden mittig aufeinander geklebt und an der Unterseite mit vier Stützen von 13,8 mm Länge aus beliebigem Polystyrolmaterial versehen. Die Ecken werden mit der Feile etwas abgerunden und die Konstruktion mattschwarz gestrichen und auf der oberen, kleinen Platte mit Koks beklebt.

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Für einen anständiger Ganzzug sind natürlich mehr als fünf Waggons notwendig. Jetzt fehlt zum Schluß nur noch die Betriebsverschmutzung.

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