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Modellbahn H0

 

Entwurf der neuen Anlage

Ich habe im Laufe der Jahre eine Vorliebe für norddeutsche Privatbahnen entwickelt. Ein Grund dafür ist sicherlich, daß ich die weite Landschaft und den rauhen Charme an der Nordseeküste besonders mag. Dazu kam, daß ich nach meiner Ausbildung das Segeln kennen- und schätzen lernte.
Eisenbahn und (Nordsee-)Hafen sollte das nächste Thema sein. Bei den Planungen und Entwürfen lasse ich mir gerne viel Zeit, so daß ich mittlerweile eine Anlage mit einem Modethema plane. Aber damit kann ich gut leben. Privatbahnen, oder besser Nichtbundeseigene Bahnen, fanden schon früh mein Interesse, als ich begann, an meinen Modellen herumzubasteln. Bei Privatbahnen gab es nichts, was es nicht gab. Das war die beste Begründung für phantasievolle Umbauten.
Die schönsten Bücher zum Thema findet man übrigens im
Verlag Kenning.
Band 46, Die Butjadinger Bahn, hat es mir dabei besonders angetan.

Butjadinger Bahn

Nun hatte ich aber in der Zwischenzeit begonnen, ein kleines Bahnbetriebswerk zu bauen. Sozusagen als Fingerübung. Eine Fleischmann N-Drehscheibe habe ich nach einer Anleitung in Miba 11 und 12/84 zu einer 16m-H0-Drehscheibe umgebaut. Dieser Umbau ist heute allerdings nur noch interessant, wenn man sehr preiswert eine Spur-N-Drehscheibe erstehen kann. Denn Fleischmann bietet für H0 mittlerweile eine fertige 16m-Scheibe an.
Auch wenn das Bw noch nicht fertig ist, wollte ich es trotzdem beim Anlagenneubau berücksichtigen. Nach vielen Entwürfen und langem wälzen der einschlägigen Zeitschriften, zeigte sich, daß ein Hafen mit Bahnanschluß und Bw mit Ringlokschuppen auf 4,5 m zwangsläufig zu einer Karikatur geraten muß.
Ich schwankte zwischen Eckwarden mit Ringlokschuppen am Deich, Dagebüll mit Ringlokschuppen direkt hinter dem Deich oder einem Phantasie-Bahnhof. Der Bahnhof Eckwarderhörne war mir aber andererseits zu puristisch. Er besteht nur aus zwei Weichen, damit die Lok umsetzen kann.

So landete ich schließlich beim Bf. Nordenham Kleinb. der Butjadinger Bahn in spiegelbildlicher Anordnung mit einem größeren Bw und leichten Modifikationen bei den Anschlußgleisen.

Gleisplan Nordenham

Das hintere Gleis stellt die Verbindung zur DB dar. Entgegen den Planungen weist es kein Gefälle zum Schattenbahnhof auf. Teilweise soll das Gleis hinter der noch zu installierenden Hintergrundkulisse von MZZ versteckt werden.

Neue Anlage 1

Der Baubeginn hat endlich stattgefunden. Mit etwas Wehmut habe ich die alte Anlage in den Keller geräumt. Das Regal ist verlängert und die neue Anlage ist mit 65 cm tiefer als die alte Anlage.

Neue Anlage 2

Die Weichenverbindung ist aus modifizierten Roco-Weichen entstanden. Das Zweiggleis der 15 Grad-Weichen habe ich um etwa zwei Schwellen gekürzt. Dadurch verringert sich der Gleisabstand und der Weichenwinkel wird kleiner.

Neue Anlage 3

Neue Anlage 4

Die 10-Grad-DKW von Roco gefällt mir sehr gut. Sie läßt die Anlage großzügiger wirken. Auf der Grundplatte aus Sperrholz befestigte ich mit Pattex Zellkautschuk in einer Stärke von 3mm.

Neue Anlage 5

Dann begann ich, die Gleise zu verlegen und einzuschottern. Zuerst verwendete ich Schotter von Busch. Aber so richtig wollte mir das nicht gefallen. Auf der letzten Intermodellbau in Dortmund kaufte ich von Asoa den Diabasschotter, Kalksteinsplitt, Fliessverbesserer und den passenden Kleber. Den Kleber verteile ich mit einer Einwegspritze samt Kanüle.
Das Einschottern hat etwas sehr entspannendes. Sozusagen meditatives Schotter verteilen.

Neue Anlage 6

Auf obigem Bild erkennt man hoffentlich die verschiedenen Schottersorten: in der rechten Bildhälfte ist der Schotter von Busch zu sehen, in der linken Hälfte der von Asoa. Jeweils links oben und unten ist er ohne Kleber zu sehen und in der Mitte mit Kleber. Bei der Wahl der Schottersorte sollte man das bedenken.

Sobald es weitere Neuigkeiten gibt, werde ich diese Seiten aktualisieren und Fotos veröffentlichen. Mittlerweile ist wieder einige Zeit vergangen und die Anlage ist wieder ein Stück weitergebaut.

Neue Anlage 7

Neue Anlage 8

Neue Anlage 9

Mittlerweile habe ich von MZZ den Wolkenhintergrund gekauft und auf Hartfaserplatten von 3mm Stärke aufgezogen.Auf der letzten Intermodellbau habe ich von niederländischen Hobbykollegen erklärt bekommen, wie man das macht. Die Hartfaserplatte wird satt mit Tapetenkleister eingestrichen und diesen Kleister läßt man gut trocknen. Dazu nehme ich immer Henkel Methylan für Rauhfasertapeten. Der klebt besser, als die Billigmarken aus dem Baumarkt und kostet kaum mehr. Die MZZ-Kulisse wird auf der Rückseite eingekleistert und man läßt sie etwa zehn Minuten weichen. Sie ist dann sehr empfindlich und wird vorsichtig auf der Hartfaserplatte angebürstet. Die Hintergrundkulisse trocknet, ohne daß sie sich verzieht.

Neue Anlage 10

Die Hintergrundkulisse habe ich an der Wand befestigt und einige Motive aufgeklebt.

Neue Anlage 11

Mit den Formen von Spörle kann man gute Ladestrassen giessen. Sie liegen an den gleisseitigen Kanten auf 1,1 mm hohen Kuststoffprofilen auf, so daß der Querschnitt der Ladestrasse v-förmig ist. Die Ladestrasse wartet jetzt noch auf die Farbgebung mit Acrylfarben.

Neue Anlage 12

Neue Anlage 13

Der Bau des Deiches schreitet voran und der Bahnsteig ist auch immer besser als solcher zu erkennen.

Neue Anlage 14

Neue Anlage 15

Neue Anlage 16

Neue Anlage 17

Neue Anlage 18

Letztes Update: 27.08.2002

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